An Waldorfschulen und Waldorfkindergärten sind Pädagog*innen gefragt. Die Nachfrage nach Schulplätzen an Waldorfschulen wächst stetig, auch engagierte Eltern, die sich an Neugründungen von Waldorfschulen beteiligen, müssen warten bis genügend Lehrer*innen gefunden sind: Zukunft gestalten geht nur mit Menschen, die Freude am Lehrer*innenberuf haben! Oder sind Sie auf der Suche nach Aus- und Fortbildungen für Erzieher*innen an Waldorfkindergärten?
Gleich nach der Schulzeit mit einem Hochschulzugang, ein volles Studium auf der Grundlage der Waldorfpädagogik absolvieren, ein Aufbaustudium nach dem Studium oder als Quereinsteiger – die Wege, um Waldorfpädagog*in zu werden sind vielfältig. Hier ein Überblick:
Vier Seminare für Waldorfpädagogik in Bayern
Für die Weiterbildung als Waldorflehrer*in oder als Waldorferzieher*in stehen Ihnen in Bayern vier Seminare zur Verfügung. V
- Nordbayerische Seminare für Waldorfpädagogik e.V.Nordbayerische Seminare für Waldorfpädagogik e.V.
- Waldorfseminar Würzburg, berufs- und studienbegleitendes Seminar an der Freien Waldorfschule Würzburg
- Pädagogisches Seminar an der Rudolf-Steiner-Schule in Nürnberg
- Südbayerisches Seminar für Waldorfpädagogik und Erwachsenenbildung e.V.
Seminare in Nachbarregionen, im Verbund mit den Bayerischen Seminaren
Eurythmielehrer*in werden in Bayern
- Eurythmieausbildung Nürnberg
- Eurythmiestudium am Südbayerischen Seminar für Waldorfpädagogik und Erwachsenenbildung e.V. in München
Waldorfausbildung deutschlandweit
Jede Stunde zählt - Kampagne für mehr Lehrer*innen an Waldorfschulen
Sieben Waldorlehrer:innen. Sieben authentische Einblicke in die Waldorfschulen. Sieben Gründe, warum jede Stunde zählt.
Zur Webseite "Jede Stunde zählt"
Waldorfpädagogik studieren
Hochschule Stuttgart – Seminar für Waldorfpädagogik
Studieren, wo alles begann: "Waldorfschule ist eine Kulturtat", sagte ihr Begründer Rudolf Steiner im Rahmen der ersten Lehrer*innenbildungskurse im Jahre 1919 in Stuttgart auf der Uhlandshöhe. Zusammen mit dem Unternehmer Emil Molt gründete er hier die allererste Waldorfschule. Aus dieser Einrichtung ging die heutige staatlich anerkannte Freie Hochschule Stuttgart – Seminar für Waldorfpädagogik hervor.
Weitere Vollzeitseminare und Hochschulen
- Akademie für Waldorfpädagogik Mannheim
- Alanus Hochschule, Fachbereich Bildungswissenschaft, Alfter bei Bonn
- Institut für Waldorf-Pädagogik Witten-Annen (hier ist der Klassenlehrer*innen-Abschluss in Bayern nicht anerkannt. Die Ausbildung zum Oberstufenlehrkraft für z.B. Masterabsolventen kann auch für bayerische zukünftige Lehrer*innen interessant sein.)
- Lehrerseminar für Waldorfpädagogik Kassel
Weitere berufsbegleitende Seminare in anderen Bundesländern
Berufsbegleitende Seminare - Übersicht beim Bund der Freien Waldorfschulen
Welche Voraussetzungen werden in Bayern verlangt, um an einer Waldorfschule zu unterrichten?
Durch das breite pädagogische Angebot finden Menschen mit den unterschiedlichsten beruflichen Qualifikationen und Voraussetzungen ein Aufgabenfeld an einer Waldorfschule. Ob Klassenlehrer*in (von der ersten bis zur achten Klasse), Werk-, Musik- oder Fachlehrer*in für die Oberstufe mit Abiturbefähigung, die Anerkennung Ihrer Ausbildung durch den bayerischen Staat lassen Sie am besten individuell prüfen. Wenden Sie sich direkt an die Kolleg*innen in der LAG, die sich mit den Lehrer*innengenehmigungen auskennen.
Nordbayern:
Südbayern:
Freie Stellen an Waldorfschulen - hier gestalten Sie Schule!
Freie Stellen an bayerischen Waldorfschulen und -kindergärten
Freie Stellen ausgeschrieben beim Bund der Waldorfschulen (bundesweit)
Zu den 21 Waldorfschulen und sieben Heilpädagogischen Waldorfschulen in Bayern
„Wo ist denn das Buch, worin der Pädagoge lesen kann, was Pädagogik ist?
Das sind die Kinder selber!“
Rudolf Steiner, aus den Arnheimer Vorträgen im Juli 1924
Von Anfang an: Waldorfkindergarten
Liebe und Freude sind die Prinzipien, die immer in der Erziehung vorhanden sein sollten, im ersten Jahrsiebt sind sie besonders wichtig. Kinder im Kindergartenalter leben im Moment. Sie haben ein tiefgreifendes Interesse an den Vorgängen der Welt und eine große Freude oder Befriedigung daran, diese Vorgänge nachzuahmen. Die Sinneseindrücke und deren Verarbeitung bilden das Gehirn des Menschen aus und legen damit die Grundlage für geistige, seelische und kognitive Fähigkeiten.
Im Kindergarten ist das Thema „Nachahmung“ daher zentrale Säule der Pädagogik. Das Kind nimmt Gesehenes auf und verinnerlicht es. Es beobachtet Waldorf-Erzieher*innen bei sinnvollen Tätigkeiten – dies sind vor allem solche, die es durchschauen und nachvollziehen kann (Kochen, Getreide Mahlen, Mähen, Sticken, Schnitzen etc). Im Spiel verarbeitet das Kind Gesehenes. Motorische, soziale und gedankliche Prozessen verknüpfen sich miteinander.
Hier wie in der gesamten Waldorfpädagogik sind die drei Säulen Kopf, Herz und Hand – Denken, Fühlen, Handeln – allgegenwärtig.
Deshalb sind die Kinder über eine Tat und über ihren Willen ansprechbar und nicht durch Ermahnungen oder Belehrungen, die nur den Intellekt des Kindes ansprechen. So nimmt das Kind nicht nur äußere Handlungen über die Nachahmung auf, sondern auch Mitmenschlichkeit und soziale Interaktionen. Diese bilden später die Grundlage für eigenverantwortliches und moralisches Handeln.
Ganzheitliche Bildung in der Waldorfschule
Fragen wir Schüler*innen im Grundschulalter, was sie an der Schule mögen, nennen sie zuerst oft den Namen ihrer Lehrer*in, sie schwärmen von den Pausen. Später geht es oft um die künstlerischen Fächer oder die Freiheit ohne Noten zu lernen. Fragen wir Eltern, sind sie oft beglückt, dass ihre Kinder gerne zur Schule gehen.
Dabei ist es nicht so, wie in anderen pädagogischen Ausrichtungen, dass die Kinder sich ihren Lernstoff selber aussuchen können. Didaktik und Methodik sind im Waldorf-Lehrplan sensibel auf die jeweiligen Entwicklungsstufen der Kinder und Jugendlichen abgestimmt.
Was braucht der junge Mensch, um gesund an Körper, Seele und Geist heranzuwachsen und sich gemäß seinen Begabungen entwickeln zu können?
An dieser Frage orientiert sich der Unterricht. Ein wichtiges Ziel lautet, den jungen Menschen zu lebendigem Denken anzuregen und ein Bewusstsein und Verantwortungsgefühl für die eigene innere Freiheit auszubilden.
Dies stärkt die Jugendlichen darin, Fragen und mögliche Antworten auf die sich rasant und tiefgreifend verändernde Welt zu finden. Die Auseinandersetzung mit praktischen Fertigkeiten und digitaler Technik fördert die in unserer Zeit so wichtige Medienmündigkeit.
Denn die Waldorfpädagogik ist nicht auf bloßes Eintrichtern und Reproduzieren von Wissen ausgerichtet, sondern auf eigenständiges Denken, Tun und Begreifen. Die Themen werden im sogenannten Epochenunterricht, also fächerübergreifend in Zeitblöcken über mehrere Wochen behandelt. In der fünften Klasse sind zum Beispiel einige Wochen im Jahr nur die Griechen dran, in der neunten Klasse dreht es sich in Deutsch um Goethes Faust, in der zehnten Klasse geht es zur Feldmess-Epoche.
Zwei Fremdsprachen vom ersten Schuljahr an
Vom ersten Schuljahr an lernen die Schüler*innen zwei Fremdsprachen kennen und sprechen. Neben die mehr sachbezogenen Unterrichtsgebiete tritt stets ein vielseitiger künstlerischer Unterricht. Künstlerische Gestaltung prägt als methodisches Element das ganze Schulleben.
Die anthroposophische Heilpädagogik
Trotz möglicher Behinderung ist jedes Kind im Kern seines Wesens, seiner Individualität ein unversehrter, gesunder Mensch. An Waldorfschulen mit einem heilpädagogischen Schwerpunkt werden die Kinder dazu angeregt, ihre intellektuellen, emotionalen, willensmäßigen und körperlichen Behinderungen so weit wie möglich zu überwinden. Im Sinne der Waldorfpädagogik heißt das, dass bei diesen Kindern die Seelenfähigkeiten Denken, Fühlen und Wollen in besonderer Weise angesprochen werden müssen. Sie wachsen in einem Lernumfeld auf, in dem sie ihre Persönlichkeit selbstbestimmt entfalten können und gleichzeitig auf die Teilhabe in der Gesellschaft vorbereitet werden.
Die Arbeit ist von Wertschätzung und Achtung gegenüber den Kindern und ihren individuellen Lebenswegen geprägt. In der heilpädagogischen Gruppenarbeit werden schöpferische Kräfte angeregt und das soziale Miteinander gefördert. Individuell auf die Kinder abgestimmte Therapien und heilpädagogische Projekte tragen ebenso zur Entwicklung der Kinder bei. Wöchentliche fachliche Besprechungen und eine intensive Elternarbeit sind wesentlicher Bestandteil der Arbeit.
Ich, Du, Wir – entfalte die Welt
Und nach der Schule?
Fragen wir Unternehmen, wieso sie Waldorfschüler*innen besonders gerne einstellen, erfahren wir:
„Ehemalige Waldorfschüler*innen sind als Azubis und Mitarbeiter*innen sehr beliebt“, sagt Heiner Barz, Professor für Erziehungswissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und Autor von Studien zur Waldorfpädagogik. „Sie sind lernbegieriger, motivierter und engagierter als viele ihrer Kolleg*innen.“ Unternehmer*innen schätzen ihre Selbstständigkeit. „Sie warten nicht lange ab, sondern packen zu“, sagt Barz.
Das Würzburger Waldorf-Seminar
An der Freien Waldorfschule Würzburg bilden sich (potentielle) Pädagog*innen berufsbegleitend zum/zur Waldorflehrer*in bzw. -erzieher*in weiter.
Die Kurse finden jeweils über zwei Jahre an zwei Abenden pro Woche und einigen Samstagen statt.
Weitere Infos: Waldorfseminar Würzburg, berufs- und studienbegleitendes Seminar an der Freien Waldorfschule Würzburg
Pädagogisches Seminar an der Rudolf-Steiner-Schule in Nürnberg
Das Vollzeitseminar ist ein Jahreskurs zur Vorbereitung einer Lehrtätigkeit an Waldorfschulen mit dem Schwerpunkt im Klassenlehrer*innenbereich.
Mehr Infos: Pädagogisches Seminar an der Rudolf-Steiner-Schule in Nürnberg
Nordbayerische Seminare für Waldorfpädagogik e.V.
Am Seminare-Verbund studieren Sie in einem einjährigen Vollzeit-Kurs oder zwei berufsbegleitenden Kursen die methodisch-didaktischen Grundlagen der Waldorfpädagogik. Das Ziel: Eine Postgraduierten-Ausbildung zum/zur zertifizierten Waldorflehrer*in bzw. Waldorferzieher*in.
Mehr Infos: Nordbayerische Seminare für Waldorfpädagogik e.V.
Der überregionale Ausbildungsverbund
Das „Berufs- und studienbegleitende Seminar an der Freien Waldorfschule Würzburg", das "Pädagogische Seminar" in Nürnberg und das berufsbegleitende "Südbayerische Seminar für Waldorfpädagogik" in München gründeten einen Ausbildungsverbund. Alle drei gehören zu den derzeit 22 berufsbegleitenden Seminaren für Waldorfpädagogik in Deutschland. Sie arbeiten in der Konferenz der berufsbegleitenden Seminare des Bundes der Waldorfschulen mit. Die erbrachten Studienleistungen werden bei Vorliegen einer Studienurkunde anerkannt und z.B. auf ein Masterstudium angerechnet.

ZUKUNFT MITGESTALTEN
als Waldorflehrer*in oder Waldorferzieher*in
„Was wollen Sie denn nach der Schule machen?“ „Weiß ich noch nicht so genau; etwas mit Kindern vielleicht …“
Sie beschäftigen sich gerne mit Kindern, wollen verstehen, was Jugendliche bewegt? Sie können sich vorstellen, diese auf ihrem Weg pädagogisch zu begleiten und zu unterstützen? Möchten vielleicht selbst unkonventionelle Wege beschreiten?
Das Südbayerische Seminar für Waldorfpädagogik in München bietet dafür eine (in Teilen) kombinierte Lehrer*innen- und Erzieher*innenausbildung an. In zwei berufsbegleitenden Jahren und einem Praxisjahr vermittelt sie Grundlagen der Entwicklung von Kindern und jungen Erwachsenen auf der Basis eines ganzheitlichen Menschenbilds und bildet pädagogische Fähigkeiten für den Erzieher*innen- und Lehrer*innenberuf aus.
Organisiert ist die Ausbildung in Form von fortlaufenden Kursen, Wochenendseminaren und Blockkursen (für Erzieher*innen). Praktika an Schulen und Kindergärten begleiten die ersten beiden Seminarjahre und münden in ein drittes Praxisjahr. Die Dozentinnen und Dozenten sind tätige Erzieher*innen oder Lehrer*innen, die „aus der Praxis für die Praxis“ ausbilden.
Wenn Sie die Zukunft von Kindern und Heranwachsenden mitgestalten möchten, bietet Ihnen das Südbayerische Seminar die Möglichkeit dazu. Die Ausbildung richtet sich an Lehrer*innen, Referendar*innen, Studierende pädagogischer Fachrichtungen, Interessierte mit schulfachnaher oder handwerklich-künstlerischer Ausbildung sowie an Erzieher*innen, Kinderpfleger*innen, Sozialpädagogen oder Menschen, die in Waldorfkindergärten oder Waldorfkrippen tätig sein möchten.
Das Südbayerische Seminar für Waldorfpädagogik und Erwachsenenbildung e.V. wurde 1990 als Ausbildungsverbund der südbayerischen Waldorfschulen gegründet. Durch den großen Zuspruch, den die Waldorfschulen in jener Zeit erfahren haben, konnte der Lehrerbedarf nur schwer gedeckt werden. So entwickelte sich aus den sieben südbayerischen Schulen eine Initiative, die Ausbildung der künftigen Kolleg*innen selbst in die Hand zu nehmen. Standort wurde die zentral gelegene Schule in München Schwabing.

Studienbeginn 2026 ist am 25.9.!
Weitere Informationen: Südbayerisches Seminar für Waldorfpädagogik und Erwachsenenbildung e.V.
Mitglieder der LAG Bayern, ein Organ des Bundes der Freien Waldorfschulen e.V. Stuttgart, sind die Träger der Freien Waldorfschulen (Rudolf Steiner Schulen) in Augsburg, Coburg, Erlangen, Geretsried (Isartal), Gröbenzell, Haßfurt, Hof, Ismaning, Landsberg, Landshut, München-Daglfing, München-Schwabing, München Südwest, Nürnberg, Prien (Chiemgau), Regensburg, Rosenheim, Weilheim, Wendelstein, Wernstein, Würzburg, der Träger des Südbayerischen Seminars für Waldorfpädagogik u. Erwachsenenbildung sowie die Träger der heilpädagogischen Schulen Rudolf Steiner Schule Augsburg, Friedel-Eder-Schule München, Parzivâl-Schule München, Karl-König-Schule Nürnberg.
c/o Waldorfschulverein Gröbenzell
Spechtweg 1
82194 Gröbenzell
Tel: 08142 / 6503605
Fax: 08142 / 54663
Direkt zu diesen Themen:
- formuliert vom Sprecherkreis der LAG, Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Waldorfschulen e.V.
Unsere Kinder gestalten unsere Zukunft
Was zukünftig wichtig sein wird, können wir nur erahnen. Was bringen die Schüler*innenr mit? Auf welche persönlichen Herausforderungen gehen sie zu? Wie können wir die jungen Menschen befähigen, sich tatkräftig, kompetent und verantwortungsvoll einzubringen und die Zukunft zu gestalten? Ausgehend von diesen Fragen ist die ganzheitliche, gesunde Entwicklung der Kinder das Ziel aller Bemühungen.
Der einzelne Mensch entwickelt sich immer auch am anderen. Damit Schule in diesem Bereich einen Beitrag leisten kann, braucht es einen stabilen Klassenverband und eine gemeinsame Schulzeit, die länger als vier Jahre dauert. Eingebunden in ein Miteinander wollen wir zur Freiheit befähigen, wollen wir Freiheit zutrauen und zumuten.
Lehrer*innen gestalten den Unterricht
Wer handelt, übernimmt Verantwortung. Wer pädagogisch handelt, erhält diese Verantwortung von den Eltern, der Gesellschaft und dem Staat übertragen, übernimmt sie aber vor allem gegenüber den konkreten Kindern und Jugendlichen, mit denen er oder sie arbeitet. Lebendige Pädagogik entsteht, wenn sich die Lehrer*innen als Gestalter*innen und Begleiter*innen eines aktiven Lernprozesses verstehen. Ein solches Schulsystem ist nach dem Subsidiaritätsprinzip aufgebaut, es ermöglicht den Menschen, ihr Lebensumfeld verantwortlich zu gestalten. Diese Selbstwirksamkeit ist Ausdruck der Würde des Menschen und stärkt ihn geistig, seelisch und körperlich.
Chancengleichheit entsteht durch Chancenvielfalt
Alle Familien sollen eine Wahl zwischen unterschiedlichen Schulen für ihre Kinder haben. Diese Wahl muss unabhängig von der Finanzkraft der Eltern getroffen werden können. Die staatlichen Finanzmittel sollen dem Elternwillen durch die Auszahlung einer Schülerkopfpauschale an die Schulen ihrer Wahl folgen. Durch variable Anteile der Pauschalen können pädagogische Initiativen auch in (sozial) benachteiligten Gebieten entstehen und einen produktiven, aber gerade nicht kommerziell ausgerichteten, Wettbewerb beflügeln. Eine ungleiche Bezuschussung von staatlichen, kommunalen oder Schulen in gemeinnütziger Trägerschaft schafft unterschiedliche Startvoraussetzungen für die Schulen und Eltern. Auch die Ungleichbehandlung der Eltern bei der Erstattung der Schülerbeförderungskosten oder bei der sogenannten Schulgeldersatzleistung ist nicht zeitgemäß.
Gleichbehandlung im gesellschaftlichen Wandel
In den letzten Jahren sind neue Aufgaben auf die Schulen zugekommen: Ganztagsschulen sind im Trend, viele Schulen bieten nach dem Unterricht Betreuungsangebote an, Inklusion wird immer wichtiger werden. Wenn solche gesellschaftlichen Änderungen ihren Niederschlag im Schulsystem finden, dann dürfen Schulen in freier und gemeinnütziger Trägerschaft finanziell nicht schlechter behandelt werden als Schulen in staatlicher Trägerschaft.
Lehrer*innenbildung vielfältig gestalten
Lehrer*innen müssen ihre kreativen Möglichkeiten schon während der Ausbildung kennen und erweitern lernen. Neben der Fachlichkeit müssen die angehenden Lehrer*innen auch ihre Persönlichkeit sowie ihre Empathie- und diagnostischen Fähigkeiten ausbilden. Pädagogik bedarf der wissenschaftlichen Fundierung und Reflexion. Im Vollzug ist sie aber eine Kunst, die nur übend erworben werden kann. Menschen, die Waldorfpädagogik studieren wollen, sollen dieselbe Förderung erhalten wie Studierende anderer pädagogischer Fachrichtungen.
Neu und empfehlenswert
September 2015:
Valentin Wember „Die fünf Dimensionen der Waldorfpädagogik im Werk Rudolf Steiners“
Übersichten, Kommentare, Geschichten, Perspektiven.
Beschreibung:
Das Buch "Die fünf Dimensionen" zeigt die ursprünglich revolutionäre „Mission“ der Waldorfpädagogik auf: Sie sollte eine kopernikanische Wende der Pädagogik einleiten. Es ging um ein Pionier-Projekt für viele Jahrhunderte.
„Die Fünf Dimensionen der Waldorfpädagogik“ ist wundersamer Weise die erste Darstellung der Waldorfpädagogik, die alle ihre Aspekte darstellt und nicht nur Ausschnitte. Das Buch legt vor allem die „DNA“ der Waldorfpädagogik frei, die man benötigt, um die Schulen in Zukunft weiterzuentwickeln.
"Kein Buch über die Waldorfschulen, sondern ein umfassender Überblick über alle imme noch revolutionären Aspekte der Waldorfpädagigik- strukturiert aufgebaut, lebendig formuliert und auf den Punkt gebracht."
Dr.Marcus Andries, Dipl.Math. Gymnasiallehrer,staatliches Lehrerseminar Rottweil
"Das Buch eröffnet eine innovative Vielfalt von Perspektiven zur Pädagogik Rudolf Steiners. Darüber hinaus bietet es Lösungsansätze für höchstaktuelle gesellschaftliche und sozial-psychologische Fragen- gedanklich scharf, eindringlich und trotzdem freilassend."
Prof.Dr.med Olaf Dekkers
Erschienen im Stratosverlag, Tübingen 2015
Hier geht es zu einem redaktionell überarbeiteten Auszug in der erziehungskunst vom 15. September 2015.
Juli 2015
Peter Selg: "Anthroposophische Pädagogik", Rudolf Steiners Kurs im Berner Rathaus
Im Großratssaal des Berner Rathauses hielt Rudolf Steiner in der Karwoche des Jahres 1924 einen seiner letzten großen, öffentlichen Kurse zu Erziehungsfragen der Gegenwart und Zukunft «Anthroposophische Pädagogik und ihre Voraussetzungen». Der Kurs führte nicht nur zu einer ersten Waldorfschulgründung in der Schweiz, sondern erreichte auch Pädagogen, die in staatlichen Schulen arbeiteten.
Die Studie beleuchtet die Entstehungsumstände und die Dynamik des Kurses im Zusammenhang der pädagogischen Bewegung, die mit dem Goetheanum seit seiner Eröffnung im Herbst 1920 verbunden war. Sie geht des Weiteren auf den Schicksals-(Karma-)Vortrag sowie die
esoterische Stunde ein, die Rudolf Steiner für die anthroposophischen Gesellschafts- bzw. Hochschulmitglieder innerhalb der pädagogischen Tagung hielt.
Verlag des Ita Wegman Instituts, ISBN 978-3-905919-64-6
Buchempfehlungen zur Einführung in die Waldorfpädagogik.
Erziehung zur Freiheit
Frans Carlgren /Arne Klingborg
Verlag Freies Geistesleben
ISBN 3-7725-1619-X
Standardwerk für den "Erstkontakt" (reich bebildert)
Wie kann Schule die Gesundheit fördern?
Thomas Marti
Verlag Freies Geistesleben
ISBN 3-7725-2036-7
Eine hervorragende Möglichkeit mehr zur Salutogenese zu erfahren.
Die Waldorfpädagogik
Kiersch Johannes
Verlag Freies Geistesleben
ISBN 3-7725-1247-X
u.a. Erläuterung menschenkundlicher Hintergründe der Pädagogik
Leitlinien der Waldorfpädagogik für die Kindheit von 3 bis 9 Jahren
R. Patzlaff, W. Saßmannshausen, Teil I u. II Edition Waldorf (Pädagogische Forschungsstelle)
u.a.: ISBN 3-927-286-46, ISBN 3-927-286-65-6
Neue Konzepte für den Übergang von Kindergarten zur Grundschule
Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft
Rudolf Steiner
Rudolf Steiner Verlag
ISBN 3-7274-6580-8
Ein Vortrag von 1907
Weitere Informationen und interessante Bücher finden Sie hier unter:
Anthroposophische Buchhandlung
Anthroposophie
Geisteswissenschaft
Werke von Rudolf Steiner
Bücher zur Waldorfpädagogik
Elternratgeber
Biografiearbeit
Kinder- und Jugendbücher
Waldorfkindergärten: Waldorfpädagogik von Anfang an
Ein Film von Jochen Gerken über Waldorfkindergärten
Langzeitdokumentation von Maria Knilli - Waldorfschulalltag als Film
Filmemacherin Maria Knilli hat über einen Zeitraum von zwölf Jahren mit den Schülerinnen und Schülern einer Klasse der Freien Waldorfschule im bayerischen Landsberg am Lech zusammengearbeitet.
1. Folge: "Guten Morgen Liebe Kinder"
Die ersten drei Jahre einer Waldorfschule
2. Folge: "Eine Brücke in die Welt"
Vierte bis sechste Klasse einer Waldorfschule
Hier geht es zur Rezension auf waldorf-bayern.de
3. Folge: "Auf meinem Weg"
Siebte und achte Klasse einer Waldorfschule
4. Folge: „Reden wir von Leben und Tod"
Die jungen Erwachsenen reflektieren die großen Themen des Lebens – politische Fragen, Fragen an die Zukunft, Fragen an sich selbst: Offen. Nachdenklich. Idealistisch. Kritisch. Kraftvoll.
Zum Interview mit Maria Knilli und Filmbesprechung
Webdoku "Nachgefragt"
Die Waldorf-Schulzeit kommt auf den Prüfstand. Welche Erfahrungen haben die SchülerInnen in den zwölf Jahren gemacht: in der Klasse, mit dem Unterricht, mit den LehrerInnen.
Zum Streaming: https://www.guten-morgen-liebe-kinder.de/webdoku-nachgefragt/
In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen
Die Klassenlehrerzeit an der Waldorfschule: Die deutsch/englische Filmreihe für Lehrerbildung und Forschung ist ein ganz besonderes Angebot der Pädagogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen in Zusammenarbeit mit der Tittel & Knilli Filmproduktion.
Die Filmreihe wendet sich an DozentInnen und Studierende von Waldorflehrer-Seminaren, Angehörige allgemeiner Hochschulen und Studierende aller Fachrichtungen, sowie LehrerInnen.
Alle DVDs und vertiefende Informationen: https://www.guten-morgen-liebe-kinder.de/
Eltern vor der Schulentscheidung
Videos beim Bund der deutschen Waldorfschulen
Hier finden Sie weitere Videos zur Waldorfpädagogik
Fortbildungen, Forschung
- Staatliche Fortbildungen finden Sie hier: www.fortbildung.schule.bayern.de
- Artikel, Interviews und Forschungsergebnisse: Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen
Handbuch "Inklusion - Vielfalt gestalten"
von Ulrike Barth (Hrsg.) und Thomas Maschke (Hrsg.)
Beschreibung des Verlags:
Die Bemühungen um eine inklusive Pädagogik und das Bewusstsein ihrer Bedeutung haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Inklusionspädagogik versucht, jedes Kind gleichberechtigt an Bildung und Erziehung teilhaben zu lassen und den individuellen Bedürfnissen aller in einem gemeinsamen Unterricht zu entsprechen. Doch wie kann Inklusion in der Praxis gelingen? Dazu gibt dieses Handbuch eine Fülle von Hinweisen und behandelt dabei alle relevanten Gesichtspunkte, vom Vorschulalter über die verschiedenen Unterrichtsfragen in der Schule bis zum Berufseinstieg sowie die rechtlichen und gesellschaftlichen Belange.
Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt dabei auf der Waldorfpädagogik und der anthroposophischen Heilpädagogik: den Chancen und Herausforderungen für eine inklusive Waldorfschule und den Besonderheiten, die sich für sie ergeben. Auch die bisherigen Erfahrungen von Schulen, von Menschen mit Beeinträchtigungen, von betroffenen Eltern, Freunden und Mitschüler*innen werden berücksichtigt. Die Vielfalt der behandelten Themen ermöglicht dem Leser eine umfassende Orientierung und bietet wichtige Hilfestellungen.
ISBN-13: 978-3-7725-1415-9
Erscheinungsjahr: 2014
Seiten: 809
Verlag: Freies Geistesleben
Ansprechpartner für Testungen
- Heckscher Klinik: www.heckscher-klinik.de
- Abteilung Wolfratshausen e-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
- Abteilung Rosenheim: e-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
- Abteilung Starnberg: e-mail: info.rottmannshöDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. - Kinderzentrum Großhadern: www.kbo-kinderzentrum-muenchen.de
- SPZ Schwabing: e- mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. - Kinder- und Jugendpsychiater
- Sozialpädiatrisches Zentrum SBZ Traunstein
- Beratungsszentrum Vogtareuth
Inklusiv arbeitende Waldorfkindergärten
Für mehr Informationen und Erfahrungen aus der Praxis finden Sie hier eine Liste inklusiv arbeitender Waldorfkindergärten in Oberbayern.
Waldorf-Integrations-Kindergarten Söcking e.V.
Alter Berg 29,
82319 Starnberg
www.waldorf-integrations-kindergarten.de
Waldorf-Integrationskindergarten Schleißheim e. V.
Am Weiher 8
85716 Unterschleißheim
Waldorfkindergarten e.V. Erlangen
Noetherstraße 2
91058 Erlangen
Inklusiv arbeitende Waldorfschulen
Für den Erfahrungsaustausch haben wir hier eine Liste der inklusiv arbeitenden Waldorfschulen bundesweit zusammengestellt:
Freie Waldorfschule Kreuzberg e.V.
Ritterstr. 78,
10969 Berlin
Tel: 030 / 615 10 10-0 |
E-Mail:
Freie Waldorfschule Trier
Arbeits- und Förderkreis für Waldorfpädagogik e. V.
Montessoriweg 7
D - 54296 Trier
Tel.: +49 651-9930136
Fax: +49 651-9930139
Mail:
Integrative Waldorfschule Emmendingen e.V.
Parkweg 24
79312 Emmendingen
Telefon: 07641 - 9599380-11
Telefax: 07641 - 9599380-12
Windrather Talschule
Freie Waldorfschule
Panner Straße 24
42555 Velbert
Tel.: 02052-92 64-0
Fax: 02052-92 64-11
Karl Schubert Schule Leipzig. Freie Waldorfschule
Raschwitzer Str. 4
04279 Leipzig/Lößnig (nicht in Markkleeberg!)
Telefon: +49 (341) 20 01 69 40
Mail:
www.karl-schubert-schule-leipzig.de
Michaeli Schule Köln – Freie Waldorfschule
Loreleystraße 3
5
50677 Köln
Tel. 0221 . 282 55 -01
Fax 0221 . 282 55 -02
Frei Waldorfschule Everswinkel
Wester 32
48351 Everswinkel
Tel. 02582-991818

