Ein mobiler sonderpädagogischer Dienst ist für die oberbayerischen Waldorf-Schulen eine schon lange sinnvolle und notwendige Ergänzung ihrer pädagogischen Arbeit. Viele Kinder an den Waldorf-Schulen haben Lernvoraussetzungen, die sie von denen ihrer Klassenkameraden deutlich unterscheiden. Sie benötigen ein besonderes Lernumfeld, einen eigenen methodischdidaktischen Griff oder eigene Lernmaterialien und unterstützende Aufgaben. Kinder, die in das Spektrum der autistischen Störungen gehören, finden sich neben verhaltensauffälligen
Kindern; Kinder mit AD(H)S und vielen anderen Eigenarten finden sich immer häufiger in den Waldorf-Schulen. Viele Lehrer fühlen sich mit diesen Kindern gelegentlich überfordert und allein gelassen.

Ein mobiler sonderpädagogischer Dienst soll Lehrer, Schüler und Eltern an
verschiedenen Stellen beraten, fortbilden und entlasten:

Ein ausgebildeter und qualifizierter Sonderpädagoge steht dem Kollegium beratend zur Seite durch:

  • Schülerbeobachtungen im Unterricht
  • Einzelförderungen
  • Durchführung von sonderpädagogisch-diagnostischen Maßnahmen wie Screenings und Tests
  • Beratungsgespräche für Lehrer, Eltern und Schüler
  • Fortbildungen
  • Schullaufbahn-Beratungen für Lehrer und Eltern
  • Anfertigen von fundierten sonderpädagogischen Gutachten und Stellungnahmen
  • Kontaktaufnahme mit alternativen Schulen
  • Begleitung des Übergangsprozesses, beispielsweise von Schülern der Parzival Schule oder Friedel-Eder Schule an andere Waldorf-Schulen

Der MSD ist zudem am Lehrerseminar der südbayerischen Waldorf Schulen tätig. Er gibt Fort- und Weiterbildungen, hält und beteiligt sich an Seminaren und Kursen. Er ist Teil der heilpädagogischen Arbeitsgruppe des Seminars. In regelmäßigen, von den Schulen festzulegenden, Abständen kommt der MSD an die Schulen. Der MSD wird von allen sich an dem MSD beteiligenden Schulen finanziert.

In diesem

werden die konkreten Aufgaben kurz skizziert.

schuleimwandel

 

"Und kurioserweise ist es so, dass wir durch die Art, uns zum Kind zu stellen, in uns die Liebe zum Kind entwickeln, dass wir es dahin bringen, es mit immer größerer Liebe zu erfassen. Und wir erwerben uns gerade dadurch eine mächtige Hilfskraft, das Kind liebend zu unterrichten und zu erziehen."

Rudolf Steiner

 

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